Weiterbildung - immer eine gute Investition

Die Weiterbildungsstudie wurde als Online-Befragung unter knapp 1.300 Berufstätigen – Geschäftsführende, leitende Angestellte und Angestellte ohne leitende Funktion – aus allen Branchen durchgeführt. Dadurch konnte ein Einblick gewonnen werden über die Relevanz von Weiterbildungen einerseits und dem Lernerfolg von standardisierten und individualisierten Angeboten in Unternehmen andererseits.

Betrachten Führungskräfte den Lernerfolg anders als Fachkräfte? Und wie wird sich die Bedeutung der beruflichen Weiterbildung im Kontext der aktuellen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen verändern? Diese Fragen konnten unter anderem in der Studie beantwortet werden.

 

Die fünf Kernergebnisse der Studie

Insgesamt konnten durch die Befragung der Führungskräfte und Fachkräfte fünf wichtige Ergebnisse festgehalten werden. (Quelle und Möglichkeit zum Download der Studie: bitkom-akademie.de/weiterbildungsstudie-2022)  

  • Der Fachkräftemangel ist die größte Herausforderung für deutsche Unternehmen.

Unternehmen stehen in Zeiten der Veränderung vor vielen Herausforderungen. Der Fachkräftemangel wurde von den Befragten als die größte Herausforderung betrachtet (74 %). Auch Corona-Pandemie (67 %) und Digitalisierung (57 %) werden nach wie vor als Spannungsfeld gesehen.

  • Weiterbildung ist und bleibt wichtig.

Ein Großteil der Befragten (89 %) sieht Weiterbildung als wichtigen Teil der persönlichen Entwicklung an. Insbesondere für Berufstätige ist die Relevanz von Weiterbildung enorm hoch. Für fast ebenso viele der Befragten (84 %) ist die Möglichkeit zur Weiterbildung ein wichtiges Kriterium für die Wahl des Unternehmens.

  • Das Budget für Weiterbildung bleibt gleich – trotz Krise.

Die Mehrheit der Befragten gab an, dass die Budgets für Weiterbildungen unverändert bleiben. Bei 24 % der Geschäftsführenden steigen die Ausgaben für Weiterbildung. Bei 22 % sinken die Ausgaben für berufliche Weiterbildung. Letztlich deuten die Daten sogar auf einen Anstieg um 18 % hin. Auch in Krisenzeiten investieren die Unternehmen folglich weiterhin in die berufliche und persönliche Entwicklung ihrer Mitarbeitenden.

  • Standardisierte Formate sind noch die Norm.

Gleich welche Branche – eine standardisierte Form des Lernens ist klar erkennbar. Führungskräfte (43 %) nutzen jedoch häufiger individualisierte Formate als ihre Mitarbeitenden (36 %). Auch wenn die standardisierten Weiterbildungen weiterhin stark vertreten sein werden, so deutet sich doch eine Zunahme der individualisierten Formate an.

  • Lernerfolg durch Individualisierung.

Standardisierte Schulungsformate zeigen gute Werte im Bezug auf den Lernerfolg. Individualisierte Formate weisen jedoch einen höheren Lernerfolg auf im Hinblick auf Transfer des Verhaltens und der Unternehmensperformance. Ganze 93 % der Führungskräfte können das erworbene Wissen aus individualisierten Formaten in den Arbeitsalltag integrieren im Gegensatz zu 86 % ihrer Mitarbeitenden.

 

Die Weiterbildungsstudie von HRpepper Management Consultants und der Bitkom Akademie bestätigte erneut die enorme Aktualität von beruflicher Weiterbildung. Insbesondere in Krisenzeiten ist Weiterbildung eine zukunftsorientierte Investition - sowohl für Unternehmen als auch Privatpersonen. Weiterbildung ist zudem auch eines der effizientesten Mittel, um Mitarbeitende an das eigene Unternehmen zu binden und dem Fachkräftemangel zu begegnen.

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