Künstliche Intelligenz im Unternehmen – Zwischen Risiko und Chance
Cyber-Vorfälle, Künstliche Intelligenz und Betriebsunterbrechungen – laut dem „Risikobarometer“ von Allianz Commercial, einer Studie mit mehreren tausend Risikomanagement-Experten aus fast 100 Ländern, sind das die drei größten Geschäftsrisiken im Jahr 2026. KI gilt demnach in Unternehmen oft als Faktor der Unsicherheit, ob aufgrund ihrer Unübersichtlichkeit, der Frage nach Datensicherheit oder rechtlichen Compliance-Risiken im Allgemeinen.
Wenn sich Unternehmen allerdings dieser Fragen nicht annehmen, birgt das deutlich größere Risiken als die Nutzung der KI an sich: Wenn etwa KI-gestützte Chatbots fehlerhafte Auskünfte liefern, die anschließend als Grundlage für unternehmerische Entscheidungen dienen, kann das nicht nur dem Ruf eines Unternehmens schaden, sondern unter Umständen auch juristische Konsequenzen nach sich ziehen.
Der AI-Act als Wendepunkt
Der AI-Act der Europäischen Union markiert dabei einen klaren Einschnitt: Er formuliert einen ersten verbindlichen gesetzlichen Rahmen zur Regulierung künstlicher Intelligenz. Bereits seit 2024 ist er in Kraft, im kommenden Sommer jedoch werden die zentralen Pflichten verbindlich. Für Unternehmen heißt das: Höchste Zeit zu handeln – denn bei Verstößen gegen die regulatorischen Vorgaben und Verbote sieht das Gesetz erhebliche Sanktionen vor.
Damit kann der AI-Act zunächst wie eine zusätzliche Hürde oder Last für Unternehmen wirken. Vor allem aber präsentiert das Gesetz einen Orientierungsrahmen, mithilfe dessen die Unsicherheit im Umgang mit KI deutlich reduziert werden kann – er schafft Transparenz, fördert die interne Strukturierung von Prozessen und zwingt dazu, den Einsatz künstlicher Intelligenz bewusst und nachvollziehbar zu gestalten. Anhand der Leitlinien, die das Gesetz vorgibt, können Unternehmen so eine nachhaltig erfolgreiche KI-Strategie aufbauen.
KI-Seminare am ZWW
Geht man also die Nutzung von KI-Tools im Unternehmen gezielt an, anstatt das Thema zu meiden, können nicht nur Risiken vermieden werden, sondern auch Prozesse verbessert und effizienter gestaltet werden. Genau hier setzen daher auch die beiden Seminare zu Künstlicher Intelligenz am Zentrum für Weiterbildung und Wissenstransfer (ZWW) der Universität Augsburg an. In unserem Seminar „KI-Tools im Unternehmen“ lernen Sie anhand praktischer Anwendungsbeispiele, wie Sie generative KI-Werkzeuge wie ChatGPT, Claude oder Copilot effektiv im Arbeitsalltag einsetzen können. Zentral ist dabei das Prompt-Engineering, denn nur starke Prompts führen zu guten Ergebnissen – die menschliche Kompetenz und Kontrolle ist also entscheidend.
So ist es auch beim AI-Act: Im Seminar „AI-Act – Rechtssicher handeln“ erfahren Sie daher, wie Sie im Unternehmen KI-Systeme rechtskonform einsetzen und Risiken frühzeitig erkennen, und so die verbindlichen Compliance-Pflichten einhalten können. Durch diese Vorbereitung ist ein neues Mindset bezüglich Künstlicher Intelligenz möglich: Sie verändert die Arbeitswelt tiefgreifend und bringt viele Risiken mit sich – ist ihr Einsatz aber intentional und strategisch gestaltet, können diese kontrolliert werden. Nur in diesem klaren Rahmen kann sie Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit stärken.
Hier kommen Sie zu unseren KI-Seminaren:
KI-Tools im Unternehmen - 12. März 2026 → ZUR ANMELDUNG
AI-Act - Rechtssicher handeln - 07. und 08. Juli 2026 → ZUR ANMELDUNG