Alfred Hornauer

Herausragendes Angebot für lebenslanges Lernen

18. Ok­tober bis 13. De­zem­ber 1972: Acht Abend­ver­an­stal­tun­gen über „Kom­mu­ni­ka­ti­on im Be­trie­b“ - 8./9. De­zem­ber 2006: Wo­che­n­end­se­mi­nar zu „Stim­me und Sp­rech­tech­nik in der Prä­sen­ta­ti­on“. In die­ser Zeit­span­ne von 34 Jah­ren war das Kon­takt­stu­di­um bzw. spä­te­re ZWW mein wich­ti­ger Be­g­lei­ter in Be­ruf und Pri­vat­le­ben.

Bei der Stadt Augs­burg bis 1989 als stell­ver­t­re­ten­der Pres­se­s­tel­len­lei­ter und an­sch­lie­ßend bis 2006 als Chef des Stan­de­sam­tes tä­tig, bo­ten die viel­fäl­ti­gen An­ge­bo­te ei­ne opti­ma­le Ge­le­gen­heit, mein fach­li­ches Wis­sen zu er­wei­tern und gleich­zei­tig die ei­ge­ne Per­sön­lich­keit zu stär­ken.

Der En­thu­sias­mus des Uni-Grün­dungs­rek­tors und In­i­tia­tors des Kon­takt­stu­di­ums, Pro­fes­sor Dr. Louis Per­ri­don, hat­te mich 1972 an­ge­steckt. Ein An­hän­ger des le­bens­lan­gen Ler­nens, fiel es mir all die Jah­re re­la­tiv leicht, vie­le Aben­de und Wo­che­n­en­den im Hör­saal zu ver­brin­gen.

Kom­mu­ni­ka­ti­on, Öf­f­ent­lich­keits­ar­beit, Mar­ke­ting, Wer­bung, Team­ar­beit, Füh­rungs­tech­ni­ken, Zeit­ma­na­ge­ment, Selbs­t­er­kennt­nis und Selbst­si­cher­heit, Be­las­tungs­be­wäl­ti­gung, Krea­ti­vi­tät am Ar­beits­platz und im pri­va­ten All­tag, dies wa­ren die Schwer­punk­te mei­nes In­ter­es­ses.

Neu­en Ent­wick­lun­gen war das Kon­takt­stu­di­um stets auf der Spur. Ein Wo­che­n­end­se­mi­nar zu „Neu­en Me­di­en“ führ­te da­zu, dass sich Augs­burg 1981 beim Bild­schirm­text-Pro­gramm der Bun­des­post be­tei­lig­te - als ers­te Stadt au­ßer­halb der da­ma­li­gen Ver­suchs­ge­bie­te Düs­sel­dorf und West­ber­lin.Augs­burg brach­te dies ei­nen er­heb­li­chen Ima­ge­ge­winn und der Ver­wal­tung wich­ti­ge Er­kennt­nis­se beim Um­gang mit die­sem neu­en In­stru­ment kom­mu­na­ler Öf­f­ent­lich­keits­ar­beit.

Die Pio­nier­ar­beit, aus­ge­löst durch das Kon­takt­stu­di­um, mach­te sich spä­ter beim Ein­satz des In­ter­nets be­zahlt.In den sieb­zi­ger Jah­ren war ich ein „Exo­te“ un­ter den Teil­neh­mern des Kon­takt­stu­di­ums, die durch­wegs aus der Pri­vat­wirt­schaft ka­men. Konn­ten sich man­che doch nicht vor­s­tel­len, dass ein Beam­ter sei­ne Frei­zeit im Hör­saal ver­brin­gen wür­de …

Es war aber stets ein gu­tes Mit­ein­an­der ge­ge­ben. Sch­ließ­lich hat­ten al­le das ge­mein­sa­me In­ter­es­se,  Pra­xis mit Wis­sen­schaft zu un­ter­füt­tern, Neu­es zu er­fah­ren und um­zu­set­zen. Kol­le­gia­le Team­ar­beit brach­te ge­gen­sei­ti­ges Ver­ständ­nis. Freund­schaf­ten ent­stan­den, die bis heu­te an­dau­ern.

Her­vor­ra­gen­de Do­zen­ten, aus­ge­zeich­ne­te Se­mina­r­an­ge­bo­te, ein bis heu­te übe­r­aus en­ga­gier­tes Team in der Ge­schäfts­s­tel­le des Kon­takt­stu­di­ums bzw. ZWW: dies ha­be ich dank­bar in Er­in­ne­rung.

Ich gra­tu­lie­re herz­lich zum 40-jäh­ri­gen Be­ste­hen und wün­sche dem ZWW auch künf­tig ei­ne er­folg­rei­che Ar­beit mit ent­sp­re­chen­der An­er­ken­nung in Öf­f­ent­lich­keit und Uni­ver­si­tät, nicht zu­letzt bei den staat­li­chen Ent­schei­dungs­trä­gern in Land und Bund.

Al­f­red Hornau­er

16. Fe­bruar 2014 (c) Zen­trum für Wei­ter­bil­dung und Wis­sens­trans­fer Al­f­red Hornau­er