Gesund und glücklich arbeiten

Arbeit ist gut für das psychische Wohlbefinden. Sie bietet Bestätigung, Stabilität, soziale Kontakte und ist sinnstiftend.

Andererseits steigen Fehlzeiten am Arbeitsplatz infolge psychischer Störungen seit Jahren an. Mittlerweile sind sie der zweithäufigste Grund für Fehltage nach Muskel-Skelett-Erkrankungen. Die heutigen Arbeitsbedingungen fordern von den Menschen eine sehr hohe Anpassungsfähigkeit, die Komplexität der Tätigkeiten nimmt stetig zu, der gefühlte Druck steigt.

„Psychische Erkrankungen“, sagt Prof. Dr. Simon Hahnzog, „sind nicht mehr selten und sie dauern in der Regel lang.“ Die Problematik ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen und der Gesetzgeber hat gehandelt. Seit fast drei Jahren ist die so genannte psychische Gefährdungsbeurteilung Pflicht. Jedes Unternehmen in Deutschland muss sich damit auseinandersetzen wie psychisch belastend die in ihm anfallenden Tätigkeiten sind und Maßnahmen ergreifen, die diese Belastung reduzieren. Die Beurteilung dürfen alle Unternehmen zwar selbst ausführen, Hahnzog rät jedoch, die Hilfe von Experten für betriebliches Gesundheitsmanagement in Anspruch zu nehmen.

Gesund und empathisch führen

Diese kennen und vermitteln etliche Methoden, die seelische Gesundheit am Arbeitsplatz fördern und erhalten können.Führungskräfte spielen dabei eine essenzielle Rolle, denn sie sind wichtige Multiplikatoren. Leben sie selbst gesund und achtsam, dienen sie als Vorbild. Pflegen sie einen gesunden Führungsstil, wirkt sich das direkt auf die psychische Gefährdung ihre Mitarbeiter aus. Ein gesunder Führungsstil zeichnet sich zum Beispiel durch empathische Führung, kooperative Entscheidungsfindung und das Erschaffen angstfreier Räume aus.

Weitere Informationen

>> Weiterbildung am Donnerstag „Argumentation gegen Stammischparolen“ mit Dr. Christian Boeser-Schnebel, 16. Juni 2016
>> Seminarreihe Gesundheit am Arbeitsplatz