Changemanagement in Projekten

Wie meistert ein Geheimagent die Anforderungen der Projektarbeit?

Warum scheitern oder verkümmern im Zeitalter des „Advanced Project Management“ bis zu 70 % aller IT-Projekte? Ganz einfach: wir vernachlässigen den Menschen.

Das Logo erscheint, Bond zielt mit der Pistole durch einen schwarzgrauen Linsenverschluss – ein Schuss und Blut fließt über das Bild. Spannung pur!

Der rasante Vorspann geht nahtlos über zu der Frage: „Was, wenn James Bond Projektmanager gewesen wäre? Claudia Bek als Q im weißen Ingenieurs-Kittel beantwortet die Fragen von Miss Moneypenny, Tina Lochmann.

In diesem Rahmen beschreiben die beiden Vortragenden, die Vorgehensweisen in einem ganz konkreten Change-Projekt zur Implementierung einer SAP-Standardlösung.

Die Situation
Die Ausgangssituation bedeutet Gefahr. Die Software-Eigenentwicklung des Unternehmens gehört einer veralteten Technologie an und das System stößt an seine Grenzen. Deshalb wird die Einführung einer Standardlösung angestrebt. Das erklärte Ziel ist die Prozesseffizienz.

Gegenspieler im Projekt
Die erklärten Gegenspieler sind Budget, Zeit und Qualität. Dazu kommen Faktoren, wie: wenig Engagement, geringe Selbstständigkeit, kein Interesse, fehlende Motivation, Abstimmungsprobleme und Verunsicherung.

Q´s Welt ist vernetzt

Deshalb werden sämtliche Key-user geschult, trainiert und als Multiplikatoren eingesetzt. Viele Workshops sind die Grundlagen für Ideenfindungen und aktiver Einbindung aller Beteiligten. In Q´s Erläuterungen sticht wieder einmal hervor, dass ein Change gute Vorbilder braucht. Vertrauen – Ja, das Team kriegt das schon hin! Und hierfür muss eine Innovationskultur geschaffen und entwickelt werden.

Ziele – die Lizenz zum Überleben
Zu den Zielen gehören eine breite Akzeptanz und Wertschätzung. Befähigte, gecoachte Anwender, die die Veränderungen im Unternehmen leben und eine nachhaltige Verankerung in der Organisation.
Das Change-Management Arsenal
Projektmanagement ist nicht genug. Der Mensch und Mitarbeiter ist in diesen Betrachtungen von Komplexität der zentrale Faktor. Q als Leiter der Forschungs- und Entwicklungsabteilung setzt deshalb auf eine systemische Sichtweise.

Die Key-Aktivitäten

  • Informieren: Das Warum begründen
  • Erläutern: Den Zeithorizont abstecken
  • Einordnen: Notwendigkeit und Wandel in der Umwelt
  • Orientierung: Bedeutung geben – das höhere Ziel


Für die methodische Umsetzung nennt Q explizit den Infobaukasten, Videopodcasts, Schulungen, Workshops und Prozesstage. Spezielle Lern-Tools für die Anwendungen im neuen System werden angeboten und damit ein Ausblick auf die Zukunft gegeben.

Der Morgen stirbt nie
Die Kernbotschaft aus diesem Vortrag lautet: Das gesamte Projektteam ist Changemanager! Es gilt den Change wirklich aktiv zu gestalten. Deshalb müssen die betrieblichen Zielgruppen kontinuierlich eingebunden werden. Hierfür bedarf es einer transparenten und konsistenten Kommunikation. Auch ein Geheimagent ist nicht nur Einzelkämpfer. Er braucht die beste Unterstützung, die er bekommen kann, um die Veränderungen gemeinsam in das Morgen zu tragen.

Ein spannungsreicher und zugleich liebenswürdig gestalteter Abend. Unser herzliches Dankeschön an Claudia Bek und Tina Lochmann.

Ende
Ganz großgeschrieben wird der Ausklang beim pm-forum. Wer zu Gast ist, wird sicherlich außergewöhnliche Gespräche miterleben. Heute Abend war es insbesondere das Bond-Ende.



Moderation: Michael Trommer (GPM)
Bericht: Reinhard Kühn (pm-forum)