DSGVO-Bußgelder an Unternehmen drastisch gestiegen

Datenschutz ist ein dominantes Thema für Mitarbeiter und Unternehmer. Wann darf der Arbeitgeber Daten eines Mitarbeiters erheben? Was geschieht mit der E-Mail-Adresse eines ausgeschiedenen Mitarbeiters? Inwiefern darf ein Mitarbeiter überwacht werden?

Jahrelang hinterlassen Arbeitnehmer personenbezogene Daten während ihres Arbeitsalltags. Was mit ihren Daten konkret passiert, soll der Arbeitnehmer selbst entscheiden dürfen. Er hat nämlich das Recht auf Löschung, Auskunft, Berichtigung sowie auf Widerruf seiner Daten.

Was umfasst der Beschäftigtendatenschutz genau?

Der Beschäftigtendatenschutz konstituiert den datenschutzrechtlichen Rahmen des Beschäftigungsverhältnisses zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Dabei soll das informationelle Selbstbestimmungsrecht des Arbeitsnehmers gewährleistet werden und zugleich sollen die Interessen des Arbeitgebers auch nicht eingeschränkt werden. Um einen Ausgleich der Interessen zwischen Arbeitsgeber und Arbeitnehmer herstellen zu können, dient der Beschäftigtendatenschutz als Regelungsmaßstab.

Seit Mai 2018 ist die neue Datenschutz-Grundverordnung (DSVGO) europaweit in Kraft getreten. Seitdem wurden Rekordsummen an Bußgelder an Konzerne verhängt, wie etwa H&M, das  ca. 35 Millionen Euro zahlen musste. Die Datenschutzbehörde warf dem Unternehmen Ausspähung ihrer Mitarbeiter vor. Mit verhängten Bußgeldern in Höhe von 69 Mio. Euro ist Deutschland im europaweiten Vergleich nach Italien auf Rang 2.

Wie kann man sich nun als Unternehmen vor teuren Bußgeldern schützen?

Wissen auffrischen und Mitarbeiter weiterbilden hilft immer! Der neue Kurs „Beschäftigtendatenschutz“ des ZWW vermittelt alle rechtlichen Grundlagen des Arbeiterdatenschutzes, der Überwachung und Auswertung von Telefon-, E-Mail- und Internet-Nutzung sowie weitere ausgewählte Datenverarbeitungen im Zuge der Mitarbeiterkontrolle und die Grundlagen der Datenerhebung, -verarbeitung und -nutzung im Arbeitsverhältnis. Außerdem bekommen die Teilnehmer eine Bescheinigung für die Fortbildungsverpflichtung in der Fachanwaltsordnung (FAO). Diesen benötigen Juristen, um die angeordneten jährlichen 15 Zeitstunden Fortbildungszeit zu erfüllen. Zielgruppen des Kurses sind Unternehmensjuristen und Datenschutzbeauftragte sowie Mitarbeiter von Unternehmen jeglicher Branchen, die im Rahmen ihrer jeweiligen Tätigkeiten mit personenbezogenen Daten arbeiten. (bem)

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