Im Einklang mit „LIMBI“ – Einsichten in die Wirkungsweise unseres emotionalen Gehirns

Mit schnellem Strich zeichnet Werner Tiki Küstenmacher immer wieder, während er erzählt, ein eigenartiges, sympathisches Wesen, das weder Mensch noch Tier zu sein scheint.

Es ist das limbische System oder auch unser emotionales Gehirn, von Küstenmacher „LIMBI“ getauft. In seinem Vortrag, den der Karikaturist, Theologe und Bestsellerautor am ZWW im Rahmen der HR Speaker Series hält, geht es um diesen Teil unseres Gehirns, der uns in früheren Zeiten vor Gefahren, wie dem berüchtigten Säbelzahntiger warnte. „LIMBI“ reagiert nämlich rasend schnell und instinktiv mit Angst, Wut, aber auch Überraschung und Freude – viel schneller als unsere „träge“ Großhirnrinde.

Dennoch warnt Werner Tiki Küstenmacher: „Glaube nicht all Deinen Emotionen“, lautet die Faustregel. Allerdings können wir „LIMBI“ nicht einfach abschalten, sobald die Steuererklärung ansteht oder wir doch endlich dieses unangenehme Telefonat führen müssen. Der Autor rät, im Einklang mit dem emotionalen Gehirn zu leben. Das bedeutet, man soll „LIMBI“ nicht zwingen. Besser ist es sich positive Anreize zu schaffen, überschaubare Projekte anzupacken, sich selbst zu belohnen und auch mal „offline“ zu sein, denn „LIMBI“ braucht Pausen.

„Wer LIMBI zum Freund hat, ist glücklich“, schließt Küstenmacher seinen kurzweiligen Vortrag. Denn mit „LIMBI“ als Freund schöpfen wir das volle Potenzial, um effektiv ans Ziel zu gelangen.